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Sauerkraut - das moderne Lebensmittel

Sauerkraut ist Powerkraut. Schon ein, zwei Gäbelchen täglich reichen aus, um entscheidende Ernährungsmängel auszugleichen. Mit nur annähernd 20 kcal pro 100 g ist es ein kalorienarmes, aber dennoch sehr nährstoffreiches Lebensmittel und deshalb sehr gesund. Das saure Kraut ist reich an Vitaminen, Ballaststoffen, Milchsäure sowie lebenswichtigen Mineralstoffen und unterstützt auf natürliche Weise unsere Verdauung. Sauerkraut hat deshalb eine entschlackende Wirkung.

Sauerkraut ist ein probiotisches Lebensmittel, da es die zur Herstellung von Sauerkraut benötigten Milchsäurebakterien enthält. Diese noch lebenden Bakterienstämme haben ebenfalls eine positive Wirkung auf die Darmflora des Menschen. Die Milchsäurebakterien entgiften den Darm indem sie Fäulnisbakterien abtöten und wirken dadurch gesundheitsfördernd. Sie überleben den schwierigen Weg durch Magen und Dünndarm und können im Dickdarm ihre volle Wirkung entfalten. Dieser positive Effekt kann aber nur durch den Verzehr von frischem, unerhitztem Sauerkraut erzielt werden, da die Milchsäurebakterien durch Hitzeeinwirkung abgetötet werden.

Im Jahre 1950 entdeckte der amerikanische Wissenschaftler G. Cheney, dass der regelmäßige Verzehr von Weißkohl bzw. Sauerkraut Magen- und Darmgeschwüre verhindern sowie heilen kann. Verantwortlich dafür ist der im Kraut vorkommende Eiweißbaustein Methyl-Methionin-Sulfoniumbromid. Er wird von den Wissenschaftlern daher als "Anti-Ulcus-Faktor" (Ulcus = Geschwür) bezeichnet. Da der Eiweißbaustein hitzeempfindlich ist, sollte das Sauerkraut unerhitzt verzehrt werden.

Die Geschichte des Sauerkrauts

Die milchsaure Gärung ist neben dem Trocknen und Salzen eines der ältesten Konservierungsverfahren für Lebensmittel, dass vermutlich bereits seit mehr als 10.000 Jahren angewendet wird.

Wann und von wem das Sauerkraut als erstes "erfunden" wurde ist nicht genau belegt. Fest steht aber, auch wenn Sauerkraut in Deutschland eine große Tradition hat, eine deutsche Erfindung ist es nicht.

Bereits beim Bau der Chinesischen Mauer im 3. Jahrhundert v. Chr. haben sich die chinesischen Handwerker vorwiegend von gesäuertem Kohl und Reis ernährt. Den Überlieferungen zu Folge brachten Mongolenstämme und Tataren das Sauerkraut von China in den Westen.

Sicher ist, dass schon der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates (466-377 v. Chr.) in seinen Schriften das Sauerkraut als Heil- und gesundes Lebensmittel beschrieb. Auch die Römer sollen das gesunde Gärgemüse geschätzt haben. Der römische Schriftsteller Plinius Secundus schrieb in einem seiner naturwissenschaftlichen Bücher: "Der Kohl gibt den stillenden Müttern viel Milch, hilft bei trüben Augen, wirkt günstig bei Kopfschmerzen, soll nach hohem Alkoholgenuss heilsam sein."

In Europa wurde der Kohl als Kulturpflanze vor allem durch die Klostergärten weiter verbreitet. Im 12. Jahrhundert zur Zeit der bekannten Äbtissin Hildegard von Bingen war Sauerkraut als Heilmittel in der Volksmedizin etabliert. Neben der Förderung der Verdauung wurde es zur Reinigung von Blut und Haut, zur Heilung von Geschwüren, Entzündungen und Gicht sowie gegen Kopfschmerzen und Alkoholkater eingesetzt.

Ohne ausreichend Sauerkraut wären auch die Entdeckungsreisen von James Cook nicht möglich gewesen. Es schützte die Seeleute vor der gefürchteten Skorbut, der zuvor ganze Schiffsmannschaften zum Opfer fielen. Heute wissen wir, dass dies auf den hohen Vitamin C-Gehalt des Sauerkrautes zurückzuführen ist. Außerdem war es aufgrund der langen Haltbarkeit für lange Seereisen ideal geeignet.

Da Sauerkraut zudem leicht in großen Mengen anzubauen und sehr preiswert ist, wurde es auch später oft zur Versorgung großer Menschengruppen eingesetzt. Nachdem es 1804 einem französischen Küchenmeister gelungen war gekochte Lebensmittel in geschlossenen Behältern zu konservieren führte fortan Napoleons Grande Armée außer Sauerkraut in Fässern auch gekochten Kohl in Gläsern und verlöteten Blechdosen mit. Dieses Verfahren wurde von den konkurrierenden Mächten übernommen und somit wurde Sauerkraut im kriegerischen Europa zu einem wichtigen Proviant für die Heere. Aus diesem Grund wurden die Deutschen bereits im Ersten Weltkrieg vor allem von den Amerikanern als "The Krauts" bezeichnet.

Die gesundheitsfördernde und heilende Wirkung wurde im 19. Jahrhundert vor allem von Pfarrer Sebastian Kneipp beobachtet und genutzt. "Die fleißigen Krautesser werden am ältesten." Sebastian Kneipp kombinierte seine bekannte Wasserkur mit Bewegungstherapie zusätzlich mit einer Diätkost in der Sauerkraut und sein Saft eine bedeutende Rolle spielen. Eingesetzt wurde diese besonders bei Darmträgheit und Verstopfung aber auch gegen Gicht und Zuckerkrankheit. Ebenso war ihm bekannt, dass Sauerkraut eine heilende Wirkung auf vorkommende Magengeschwüre hat, die Nerven stärkt und die Blutbildung unterstützt.

Auch wenn der Pro-Kopf-Verbrauch in Frankreich und Amerika noch höher liegt, ist Sauerkraut über viele Jahrhunderte hinweg bis heute ein wichtiger Bestandteil der deutschen Küche geblieben. Industriell wird Sauerkraut bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt. Noch heute werden in Deutschland jährlich ca. 200.000 Tonnen Weißkohl zu Sauerkraut verarbeitet. Früher hauptsächlich als Beilage zu schweren, fetthaltigen Fleischgerichten serviert, ist Sauerkraut heute ein wichtiger Bestandteil der gesunden, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung. Weg von der klassischen Gemüsebeilage findet man es nun sowohl in herzhaften und fruchtigen Salaten als auch in Suppen, Eintöpfen, Pfannengerichten und Aufläufen wieder.

Zertifizierte nach ISO 9001:2000

SGS geprüft und zertifiziert

Als Traditionshersteller mit mehr als 125 Jahren Erfahrung fühlen wir uns der Qualität unserer Produkte natürlich sehr verpflichtet. Um diesen Qualitätsanspruch zu untermauern, werden wir seit mehreren Jahren durch das bekannte SGS Institut Fresenius nach dem strengen "International Food Standard" (IFS) überprüft und zertifiziert.

Der International Food Standard (IFS) baut auf der allgemeinen Norm ISO 9001:2000 auf, bezieht zusätzlich jedoch die Anforderungen des Lebensmittelrechts, die Grundsätze der guten Herstellungspraxis, die HACCP Risikoanalyse sowie die aktuelle EU Gesetzgebung zum Umgang mit Allergenen ein.

Insgesamt umfassen die Anforderungen 270 einzelne Prüfpunkte in inzwischen sechs Kapiteln, die allesamt kontrolliert werden. Damit erhält man ein umfassendes Bild von der Produktion und Organisation eines Unternehmens. Im Januar 2012 wurde der der IFS-Standard erneut aktualisiert und erweitert, er gilt jetzt in der Version 6, nach der wir bereits geprüft wurden. Eine weitreichende Prüfung, der wir uns gerne unterziehen. Denn so können wir hohe Qualität und Sicherheit für den Genuß unseres Sauerkrauts, unserer Gurken und unsereres Gemüses nachweisbar gewährleisten.